Rezension | Unfit to trust | Alina Kronenburg
- canis-minor-art
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KLAPPENTEXT
Seit Sofia Cortinéz zu ihrer Tante nach Amerika gezogen ist, lebt sie ein falsches Leben: teure Kleider, erschwindeltes Geld und eine erfundene Persönlichkeit. Sie wandelt unter Bostons Reichen und Schönen und das so täuschend echt, als gehöre sie tatsächlich dorthin und nicht in das ärmliche Dorf, aus dem sie stammt. Als Betrügerin führt ihre Tante die Männer der Elite hinters Licht und lügt sich von Ehe zu Ehe. Nach ihrem achtzehnten Geburtstag soll nun Sofia in dieselben Fußstapfen treten, ob sie will oder nicht. Ihr erstes Opfer: Arthur Sallivan, Erbe eines millionenschweren Auto-Imperiums und Skandalliebling der Presse. Doch bald droht ihre Tarnung aufzufliegen, ihre Gefühle verraten sie und Sofia und Arthur müssen herausfinden, ob sie einander doch noch vertrauen können.
MEINUNG
»Unfit to trust« von Alina Kronenburg liefert genau das, was man erwartet: falsche Identität, High Society, jede Menge Geheimnisse und natürlich den Mann, den Sofia eigentlich niemals lieben sollte. Denn ihr Auftrag ist klar: Arthur Sallivan, reicher Erbe eines Autoimperiums, soll ihr nächstes Opfer werden. Dumm nur, dass Gefühle sich bekanntlich selten an Pläne halten.
Mit Tropes wie Secret Identity, Forbidden Love, Slow Burn und From Two Different Worlds bekommt die Geschichte ordentlich Drama-Potenzial. Besonders Sofias Identitätskonflikt fand ich spannend, weil sie irgendwann selbst nicht mehr weiß, wo ihre Rolle aufhört und sie selbst anfängt. Ihre Charakterentwicklung hat mir deshalb besonders gut gefallen: Aus dem Mädchen, das ständig nach den Vorstellungen ihrer Tante funktioniert, wird immer mehr jemand, der für sich selbst einstehen muss und auch möchte.
Auch Arthur ist mehr als nur der typische reiche, attraktive Erbe. Hinter seiner Fassade steckt einiges an Vergangenheit und Problemen, wodurch er angenehm nahbar bleibt. Die Dynamik zwischen den beiden hat für mich gut funktioniert, vor allem, weil sie sich langsam entwickelt und natürlich ständig die Frage im Raum steht: Wie soll das bitte gut gehen, wenn sie ihn eigentlich betrügen soll?
Thematisch geht es viel um Vertrauen, Identität, Selbstbestimmung und die Frage, wie weit man sich für andere verbiegen sollte. Dazu kommen Geheimnisse, Drama und ein schönes High-Society-Setting.
Der Einstieg braucht zwar ein bisschen, bis die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt, danach wird es aber zunehmend spannender.
FAZIT
Insgesamt ist „Unfit to Trust“ für mich eine unterhaltsame Romance mit viel Drama, interessanten Charakteren und Tropes, die einfach Spaß machen. Kein komplett neues Rad, aber definitiv eines, das sich angenehm weglesen lässt.
Titel: Unfit to trust
Autor*in: Alina Kronenburg
Herausgeber: HEYNE
Seiten: 432
Preis: 17,00€
4,5 von 5 Sterne
Danke für das Rezensionsexemplar!







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