Rezension | How to break my heart | Kat T. Masen
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- vor 2 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
KLAPPENTEXT
Eva liebt ihr Leben in der beschaulichen Kleinstadt Cinnamon Springs und ganz besonders ihr gemütliches Café Donuts Ever After . Seit sie den gut aussehenden Arzt Dr. Marco Wilde datet, hat sie sogar Hoffnung, dass es endlich auch mit der Liebe klappt. Doch als ihre beste Freundin Maddy frisch verlobt aus dem Urlaub zurückkehrt, ist es mit der Ruhe vorbei. Eva soll nämlich Trauzeugin werden und die Hochzeit planen – und zwar gemeinsam mit Maddys Bruder Aston. Das Problem daran: Aston hat ihr vor Jahren das Herz gebrochen, was sie bis heute nicht verwunden hat. Nebenbei ist er auch noch einer der heißesten Milliardäre weit und breit. Wie sollen Eva und ihr armes Herz das überstehen?
MEINUNG
»How to break my heart« ist der Reihenauftakt zur »Cinnamon Springs« Reihe von Kat T. Masen. Protagonistin Eva's Leben läuft eigentlich ziemlich gut bis ihre beste Freundin Maddy verlobt aus dem Urlaub zurückkehrt und Eva zur Trauzeugin macht.
Eva stand ich als Protagonistin neutral gegenüber. Ich konnte mich nich 100% mit ihr identifizieren, aber ich fand sie auch nicht nervig. Sie wird trotz ihrer verletzten Vergangenheit nicht nur über ihre Gefühle definiert und das fand ich echt gut. Sie hat sich in Cinnamon Springs ein eigenes Leben aufgebaut und liebt ihr Café. Gleichzeitig merkt man, dass der alte Schmerz durch Astons Rückkehr wieder hochkommt. Ihr eigentliches Problem ist weniger die Frage, ob sie Aston noch liebt, sondern vielmehr: Kann sie ihm nach dem damaligen Verhalten überhaupt wieder vertrauen? Und will sie sich noch einmal verletzlich machen?
Bei Aston dauert es für mich auch etwas länger, hinter die Fassade zu schauen. Er wird zunächst sehr stark als attraktiver, erfolgreicher und selbstbewusster Milliardär präsentiert. Im Verlauf bekommt er allerdings mehr emotionale Tiefe und man versteht zunehmend, dass auch er seine eigenen familiären und persönlichen Probleme mit sich herumträgt. Gleichzeitig ist Aston definitiv eine Figur, an der sich die Geister scheiden können. Seine Eifersucht und Besitzansprüche wirken meiner Meinung nach entweder sexy und typisch Romance oder teilweise ziemlich übergriffig. Für mich ist gerade das interessant: Die Geschichte möchte seine Eifersucht und sein Alpha-Verhalten teilweise als romantische Spannung verkaufen. Man kann sich deshalb durchaus fragen, wo die Grenze zwischen leidenschaftlichem Interesse und problematischem Besitzdenken liegt.
Cinnamon Springs ist eine klassische Cozy-Small-Town-Kulisse. Kleinstadt, Café, Freundeskreis, Familie, Hochzeit und das Gefühl, dass irgendwie jeder jeden kennt und genau daraus entsteht die gemütliche Atmosphäre des Buches. Besonders Evas Café funktioniert als Wohlfühlort und gibt der Geschichte einen schönen Mittelpunkt. Mir gefällt daran, dass das Setting einen schönen Kontrast zu Astons Leben bildet. Eva steht für Verwurzelung und Heimat, Aston für Reichtum, New York und ein Leben, das deutlich weniger bodenständig wirkt. Dadurch wird die Liebesgeschichte nicht nur zu einer Frage von „lieben sie sich?“, sondern auch ein bisschen zu der Frage: Welches Leben wollen beide eigentlich führen?
Besonders gut hat für mich das Trope Forced Proximity funktioniert: Eva kann Aston nicht einfach aus dem Weg gehen, weil sie gemeinsam mit ihm die Hochzeit planen muss. Dadurch entstehen automatisch Situationen, in denen die beiden miteinander reden, streiten, sich näherkommen und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden. Auch Second Chance passt grundsätzlich sehr gut, weil die gemeinsame Vergangenheit ständig zwischen ihnen steht. Etwas schwieriger finde ich allerdings das Enemies-to-Lovers-Trope. Dafür braucht es normalerweise einen wirklich starken Konflikt zwischen den beiden. Hier basiert die ursprüngliche Verletzung im Grunde auf einem einzigen Ereignis aus ihrer Jugend.
Der Humor nimmt der Geschichte etwas die Schwere. Denn eigentlich geht es um ziemlich große Themen: Herzschmerz, Vertrauen, familiäre Probleme, Erwartungen und die Angst davor, wieder verletzt zu werden. Allerdings sollte man wissen, dass der Roman sehr stark auf körperliche Anziehung und Spice setzt.
Für mich ist »How to Break My Heart« vor allem eine unterhaltsame, leichte und sehr flüssig zu lesende Second-Chance-Romance, die mit einer gemütlichen Kleinstadt, Hochzeitstrubel, Humor und viel Anziehung punktet. Wer mit extremer Eifersucht, teilweise übergriffigem Verhalten und viel Spice wenig anfangen kann, könnte mit Aston Schwierigkeiten bekommen. Ich habe romantechnisch damit generell kein Problem, aber in manchen Szenen war es dann auch mir mal zu viel.
FAZIT
Ein lockerer Romance-Roman für alle, die Small Town, Second Chance, Best Friend's Brother, Hochzeit und ordentlich Spice mögen und dabei keine allzu komplizierte oder tiefgründige Handlung erwarten.
Titel: How to break my heart
Autor*in: Kat T. Masen
Herausgeber: Goldmann
Seiten: 432
Preis: 14,00€
4 von 5 Sterne
Danke für das Rezensionsexemplar!





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