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Rezension | Storchenherzen | Fritzi Teichert



KLAPPENTEXT

Helga betreibt zusammen mit Kollegin Monika eine kleine Hebammenpraxis. Zwar liebt Helga ihren Job, aber nicht alle werdenden Mütter können mit ihrer ruppigen Art etwas anfangen. Zum Glück taucht Madita auf: Sie ist seit Kurzem ausgebildete Hebamme, zwanzig Jahre jünger und strotzt vor Tatendrang.

Helga ist entsetzt: Madita redet ohne Punkt und Komma, ist ekelhaft fröhlich und macht laufend esoterische Verbesserungsvorschläge. Zu allem Überfluss hat Helga eine handfeste Ehekrise …

Auch für Madita ist der Start ruckelig: An ihrem ersten Tag verursacht sie beinahe einen Unfall: Doch statt der Versicherung tauchen plötzlich lästige Verliebtheitsschmetterlinge auf...



MEINUNG

Als ich den Klappentext zum Buch gelesen habe, war klar, dass ich es auf jeden Fall lesen muss. Die Hebammen haben mich anhand ihrer (Charakter)Beschreibung so arg an meine beiden Grazien erinnert, die mich in meiner Schwangerschaft begleitet haben. Seither bin ich auch sehr nah am Wasser gebaut, wenn es in Geschichten um Babys/Kinder und Mütter geht. Da lässt sich erahnen, dass auch bei »Storchenherzen« kein Auge trocken geblieben ist. Das lässt sich aber auf beide Emotionen auslegen, denn ich habe sowohl bei den traurigen Moment mitgelitten, aber auch so oft herzlich lachen müssen. Der Humor, der in der Geschichte steckt, ist einfach nur grandios.

Manchmal kam ich mir beim Lesen auch so vor, als hätte ich zu einem Schwangerschaftsratgeber gegriffen oder würde auf einem Mamiblog surfen, weil hier und da immer wieder wichtige Infos gedropt werden. Fand ich klasse.


Allgemein erfährt man super viele Dinge aus dem Alltag einer Hebamme, die man so gar nicht direkt auf dem Schirm hat. Auch die verschiedenen "Stereotypen" an Eltern kamen mir bekannt vor. Einige davon fand ich im Buch tatsächlich lustiger, als sie in Wahrheit sind (wenn man mit ihnen zu tun haben muss).


Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Madita und Helga geschrieben, was es einfach macht, beide Gedankengänge und Handlungen zu verstehen. Anfangs habe ich allerdings ein paar Momente gebraucht, um die beiden auseinanderzuhalten und jedem Charakter seine Storyline zuzuordnen. Daher würde ich empfehlen, das Buch zu lesen und nicht als Hörbuch zu hören (falls es das gibt / geben wird).


Spannend fand ich es, dass die Geschichte fast ohne große Beteiligung von männlichen Protagonisten auskommt. Natürlich gibt es da Polizist Silas und auch Helgas Ex, aber ganz ehrlich? Ich hätte die beiden nicht gebraucht. Die zwei Frauen sind so powerful und bringen genug Stoff für 5 Romane mit!


Für mich bringt »Storchenherzen« eine ganz wichtige Message mit:

Geh nicht immer nach dem ersten Eindruck!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die besten Beziehungen entstehen, wenn man den andern anfangs eigentlich gar nicht leiden konnte.



FAZIT

Ein Buch, das nicht nur für (werdende) Eltern ein Genuss ist.


Titel: Storchenherzen

Autor*in: Fritzi Teichert

Verlag: dtv

Seiten: 496

Preis: 11,95€


4,5 von 5 Sternen


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

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