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Rezension | Gewitterleuchten | Anya Omah



KLAPPENTEXT

Ich kann dich nicht hassen

Ausgerechnet Leo. Wieso muss es ausgerechnet sie sein, die ihm im Krankenhaus beisteht, nachdem sein Vater einen Unfall hatte? Und wieso fühlt es sich so gut an, von ihr gehalten zu werden, wo Aaron sie doch seit ihrer gemeinsamen Kindheit immer wieder von sich stößt?


Ich will dich nicht lieben

Ausgerechnet jetzt. Wieso muss Aaron ausgerechnet jetzt anfangen, nett zu sein, wo Leos Herz vor Sorge um ihren Ziehvater eh schon Risse bekommen hat? Denn wenn Aaron diesmal wieder in sein übliches Verhalten zurückfällt, könnte er ihr endgültig das Herz brechen …


MEINUNG

»Regenglanz« und »Nebelschimmer« sind für mich immer noch zwei der schönsten New Adult Bücher im deutschsprachigen Bereich. Dementsprechend war klar, dass ich »Gewitterleuchten« und damit Leo's Geschichte auch lesen muss. Das Cover ist mit seiner lila Aufmachung auch mal wieder genau meins. Allgemein sind die Cover der Reihe unfassbar schön.


Ich finde die Freundschaft der drei Mädels Lissa, Calla und Leo echt total klasse, auch wenn sie in diesem Band meiner Meinung nach die geringste Sendezeit gemeinsam hatten. Protagonistin Leo kann sich aber immer auf ihre beiden Freundinnen verlassen und das ist verdammt viel wert, besonders in Herzensangelegenheiten.


Auch unseren männlichen Protagonisten Aaron (aka Schnösel-Aaron) kennen wir bereits aus den ersten beiden Bänden, zumindest namentlich. Er ist der Sohn von Leo's Ziehvater und die beiden sind weitläufig gesehen wie Geschwister aufgewachsen. Das macht die Geschichte und ihren weiteren Verlauf für mich zum einen interessant, ob/wie sie es schaffen, aus diesem Geschwisterding auszubrechen und andererseits auch schwierig, weil es für mich ein diffiziles Thema ist (auch wenn sie nicht blutsverwandt sind).

Leo und Aaron liegen sich, wie richtige Geschwister, ständig in den Haaren und streiten sich, was den Szenen immer etwas Young Adult Feeling verliehen hat, obwohl die beiden deutlich älter sind als die Protagonisten in diesem Genre. Da sie sich gefühlt jedes Mal zanken, wenn sie sich sehen, war der Übergang zu spicy Szenen für mich immer etwas cringe.


Die Tatsache, dass ihr bisheriges Leben, ganz anders verlaufen wäre, wenn sie klar kommuniziert hätten, hat mich an manchen Stellen traurig gestimmt. Zum Beispiel hätte Leo ihm sicher keinen so "bösen" Spitznamen verpasst, wenn er einfach gesagt hätte, dass er ein Gefühl wie Neid ihr gegenüber verspürt. Stattdessen hat er sie gehänselt. Kinder können sehr grausam sein, aber so etwas prägt einen Menschen ein Leben lang. Als Erwachsener weiß man das. Allgemein bin ich mit Aaron nicht so warm geworden. Der klassische Polohemden-Golf-Typ Mensch ist leider einfach so gar nicht meins. Dafür liebe ich Leo umso mehr ♥


Wie bereits oben erwähnt, fiel es mir sehr schwer zwischen dem Bild von zwei Protagonisten, die in geschwisterähnlichen Verhältnissen aufgewachsen sind, zu einem Bild zweier Liebenden zu switchen. Oder auch der Sprung von kindischen Zanken und Necken in der Küche zu einer sehr spicy Situation im Badezimmer. Das alles hat für mich dazu beigetragen, dass ich Leo und Aaron nicht so fühlen konnte wie ich es gern getan hätte.


Nichtsdestotrotz hat Anya mit der Reihe etwas ganz Wundervolles erschaffen und ich bin froh, die Reise mitgegangen zu sein. Sie schreibt einfach Geschichten, die mitten ins Herz gehen und den Leser nur so durch die Seiten fliegen zu lassen. Man kann nicht jede Geschichte lieben, mögen reicht manchmal auch. Es ist sehr schade, dass wir jetzt Abschied von den drei toughen Mädels nehmen müssen.



FAZIT

Für mich der schwächste Teil, aber dennoch eine ganz wundervolle Buchreihe.



Titel: Gewitterleuchten

Autor*in: Anya Omah

Verlag: KYSS (Rowohlt)

Seiten: 432

Preis: 14,00€


3,5 von 5 Sterne


Danke an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!

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